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Heckenpflege

Eine freiwachsende Hecke aus einheimischen Gehölzarten braucht wenig Pflege und kann lange Zeit ohne menschlichen Eingriff wachsen. Nach etwa 10 bis 20 Jahren können Hecken aber überaltern, vergreisen, von innen verkahlen und zusammenbrechen. Ein pflegender Schnitt ermöglicht die Erneuerung der Hecke. Eine von mehreren Möglichkeiten ist, die Hecke auf Stock zu setzen, wobei fast alle Gehölze abgeschnitten und das Schnittgut beseitigt wird. Aus dem Stock treiben die meisten Sträucher schnell wieder aus. In regelmäßigen Abständen werden einzelne Exemplare, vor allem seltene oder ökologisch bedeutsame Arten, meist größere Sträucher oder Bäume erhalten. Um den temporären Eingriff in den Naturhaushalt so gering wie möglich zu halten, lassen wir Hecken abschnittsweise verteilt auf mehrere Jahre und selbstverständlich nur im Winterhalbjahr außerhalb der Vogelbrutzeit schneiden. Wir achten bei der Heckenpflege auch darauf, dass sauber geschnitten wird, damit sich die Schnittwunden schnell schließen können und keine Krankheitserreger eindringen. Durch unser Wirken können überalterte Hecken verjüngt und langfristig erhalten werden.

Für weitere fachliche Informationen empfehlen wir den Beitrag "Heckenpflege im Einklang mit dem Naturschutzrecht" der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege.