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Mahd

Um artenreiche Wiese und andere wertvolle Lebensräume zu erhalten, lassen wir den Aufwuchs mähen und entfernen das Mähgut.

Biotoppflege durch Mahd lässt der Landschaftspflegeverband Fränkische Schweiz vor allem auf Nasswiesen und Flachmooren, Streuobstwiesen und weiteren artenreichen Wiesen sowie Magerwiesen und -rasen durchführen. Dabei wird die Vegetation meist einmal im Jahr (einschürig) geschnitten und das Mähgut von der Fläche entfernt. Der Schnitt begünstigt schnittverträgliche Arten, in der Regel Gräser und mehrjährige krautige Arten, und verdrängt schnittunverträgliche Arten, vor allem Gehölze. Um die nährstoffarmen Verhältnisse beizubehalten und dem Nährstoffeintrag aus der Umgebung durch stetigen Nährstoffentzug entgegen zu wirken, aber auch um kleinwüchsige Arten nicht unter einer organischen Streuschicht zu begraben, wird das Mähgut nach dem Mähen beseitigt. Ohne diese notwendige Pflege würden die Flächen natürlicherweise verbuschen und sich langsam zu Wald entwicklen. Diese menschlich geschaffenen Grünlandtypen sind jedoch oft sehr artenreich und gehören außerdem zum Landschaftsbild der Fränkischen Schweiz, weshalb sich der Landschaftspflegeverband für den Erhalt dieser Lebensräume einsetzt.

Die Mahd dieser Lebensräume war zunächst eine landwirtschaftliche Nutzung zur Gewinnung von Futter oder Einstreu. Da sich die Landwirtschaft jedoch in den letzten Jahrzehnten bis Jahrhunderten stark veränderte, waren manche Grünlandtypen nicht mehr rentabel zu bewirtschaften. Sie drohten aus der Nutzung zu fallen und zu verbrachten. Dazu gehört vor allem Grünland auf nährstoffarmen oder schwierig zu bewirtschaftenden (z.B. nassen) Standorten. Doch gerade aufgrund dieser extremen Bedingungen konnte sich eine hohe Artenvielfalt ausbilden, weil z.B. konkurrenzstarke Arten nicht die günstigen Bedingungen vorfinden, um schwächere Arten zu verdrängen. Um die Nutzungsaufgabe zu verhindern, erschließen wir Fördermöglichkeiten und stellen die Fortführung einer Pflege sicher.

Die Schwerpunktgebiete unserer Biotoppflege durch Mahd liegen im Püttlachtal (zwischen Pottenstein und Trockau), wo wir viele nasse Wiesen pflegen lassen, in Hainbronn bei Pegnitz und im Waischenfelder Raum, wo wir die Mahd einiger Magerwiesen veranlassen, sowie in Wohnsdorf bei Hollfeld und in Busbach bei Eckersdorf, wo wir uns um die Mahd von Flachmooren kümmern.

Biotoppflege einer Nasswiese durch Mahd: Laden des Mähguts mit Zwillingsreifen am Schlepper und am Ladewagen
Spezialgerät bei der Biotoppflege durch Mahd einer Nasswiese im Püttlachtal: Auf dem nassem Boden verhindern die Zwillingsreifen am Schlepper und am Ladewagen Flurschäden beim Laden des geschwadeten Mähguts.

Ansprechpartner:

Stefan Hofmann Gudrun Reeb