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Streuobst

Pettendorfer Streuobstwiese 2 2000

Häufig in der Nähe von Siedlungen, aber auch verstreut in der Landschaft, prägen Streuobstwiesen das typische Orts- und Landschaftsbild der Fränkischen Schweiz, z.B. an sonnenexponierten Hängen. Die ökologische Bedeutung dieser klassischen Obstwiesen ist immens: Die halb- oder hochstämmigen Obstbäume stehen locker verteilt und in großen Abständen, sodass die Nutzung des Unterwuchses durch Mahd oder Beweidung ermöglicht wird. Diese einzigartige Kombination von Gehölzstrukturen und Grünland bietet eine Vielzahl wertvoller Lebensräume für bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten. Durch die insel- oder linienhafte Verteilung in der Landschaft haben Streuobstwiesen große Bedeutung bei der Vernetzung von Lebensräumen. Hinzu kommt, dass insbesondere ältere Bestände noch alte, regionale Obstsorten enthalten, die inzwischen selten geworden sind.

Hammon Garten 4 2000

Da die Streuobstwiesen durch menschliche Nutzung entstanden sind, müssen sie zum Erhalt weiterhin gepflegt werden: Die Obstbäume werden alle paar Jahre geschnitten, damit sie vital bleiben. Absterbende Bäume verbleiben im Bestand und bieten wertvollen Rückzugsraum für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Das Grünland unter den Bäumen muss regelmäßig genutzt werden, damit es nicht verbracht und verbuscht.

Pettendorfer Streuobstwiese 1 2000

Der Landschaftspflegeverband unterstützt beim Erhalt oder der Wiederherstellung von Streuobstbeständen durch Beratung oder Veranlassung entsprechender Pflegemaßnahmen. Auch die Neuanlage von Streuobstwiesen ist in vielen Fällen förderfähig, insofern der Naturschutz als Zielsetzung im Vordergrund steht.

Ansprechpartner:

Nora Sichardt

Nora Sichardt

Biogeowissenschaften, B.Sc.

Projektmitarbeiterin im Bereich Landschaftspflege